Von der Nordsee bis ins Bergland

– dieser Weg beschreibt nicht nur eine Strecke auf der Landkarte, sondern auch ein gutes Stück meines eigenen Lebens.

Viele von euch kennen mich noch aus der Zeit, als ich mit 13 Jahren die Friedenskirche unsicher gemacht habe. Meine Konfirmation liegt inzwischen über zehn Jahre zurück. Und trotzdem fühlt sich manches davon noch erstaunlich nah an. Für mich war mit der Konfirmation nicht Schluss, sondern eher der Anfang von etwas Neuem.

Direkt danach bin ich ins Ehrenamt eingestiegen. Ich habe angefangen, selbst Konfirmandinnen und Konfirmanden zu begleiten, Freizeiten mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Dabei habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, mit Jugendlichen unterwegs zu sein, Glauben zu teilen und gemeinsam Fragen nachzugehen, auf die es nicht immer einfache Antworten gibt.

Nach dem Abitur hat mich mein Weg weitergeführt nach Hannover. Dort habe ich Religionspädagogik und Soziale Arbeit studiert. Viereinhalb Jahre lang ging es für mich darum, die Dinge, die ich praktisch schon erlebt hatte, besser zu verstehen: Wie begleitet man junge Menschen gut? Was bedeutet es, Glauben heute zu vermitteln? Und wie kann Kirche ein Ort sein, an dem sich Menschen ernst genommen fühlen?

Inzwischen bin ich in Alfeld (Leine) angekommen und mache dort mein Anerkennungsjahr als Diakon. Mein Alltag ist bunt und oft auch überraschend: Ich arbeite mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, gestalte Jugendgottesdienste und begleite ehrenamtliche Jugendliche in ihrem Engagement. Kein Tag ist wie der andere, und genau das macht es für mich spannend. 

Was ich besonders schön finde: Mein Büro liegt wieder in einer Friedenskirche. Der Name ist derselbe, doch die Orte trennen rund 273 Kilometer. Und trotzdem gibt es immer wieder Momente, in denen Erinnerungen hochkommen und ich merke, wie sehr mich die Zeit von damals geprägt hat.

Ich denke gern an vieles zurück, was wir gemeinsam erlebt haben, und freue mich umso mehr darauf, euch bald wiederzusehen.

Bis dahin herzliche Grüße
Torben Stöltje

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