Vom Sommer zum Herbst - Schönes dankbar bewahren

„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu. Die Tage werden kürzer, der Herbst kündigt sich an.

Bedauern Sie das Ende der warmen Jahreszeit, oder freuen Sie sich schon auf den Herbst mit seinen warmen Farben, mit denen er die Natur verzaubert?

Ich möchte Sie einladen, den Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten bewusst wahrzunehmen. Dazu möchte ich Ihnen einige Fragen mit in diesen September geben: 

Was war schön in den vergangenen Sommermonaten? Was hat Sie bereichert? Welche Erinnerung möchten Sie mitnehmen in die kommende Zeit? Wofür sind Sie dankbar?

Vielleicht liegt ein besonderer Urlaub hinter Ihnen. Vielleicht denken Sie an Begegnungen mit lieben Menschen, an gemeinsame Feste, an eine Wanderung, an einen stillen Abend im Garten oder einfach an die Wärme der Sonne auf der Haut an einem Tag am Meer.

Es lohnt sich, all das, wofür wir dankbar sind, im Herzen zu bewahren. Und gerade der Herbst mit seinem Erntedankfest hilft uns dabei, denn wir feiern dieses Fest nicht zufällig im Herbst. Im Erntedankfest geht es um weit mehr als um Obst, Gemüse und volle Körbe. Erntedank lädt uns ein, auf unser Leben zu schauen und wahrzunehmen, womit Gott uns beschenkt hat. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die unser Herz reich machen.

Im Psalm 103 gibt es dazu einen Vers, der das schön in Worte fasst. Dort heißt es: 

„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“

Gerade Übergänge – von einer Jahreszeit zur nächsten oder von einer Lebensphase in die andere – laden dazu ein innezuhalten. Vielleicht nehmen Sie sich in diesen Tagen bewusst Zeit, Gott Danke zu sagen – für all das Gute, das er Ihnen geschenkt hat. Und versuchen Sie, in diesen Dank auch das mit einzubeziehen, was auf den ersten Blick vielleicht nicht so gut gelungen ist. Denn gerade das kann versöhnen. So manches Mal erkennen wir erst im Rückblick, warum ein Weg anders verlaufen ist, als wir es uns gewünscht hätten.

Wer das Gute nicht vergisst, geht anders in die Zukunft. Dankbarkeit verändert unseren Blick. Sie lässt uns erkennen, dass Gott uns nicht nur in den hellen Tagen begleitet hat, sondern auch auf den Umwegen unseres Lebens. So lasst uns zuversichtlich in den Herbst gehen – im Vertrauen darauf, dass der Gott, der uns bisher geführt hat, auch den kommenden Weg mit uns geht.

„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2)

Amen.

Ihr Pastor Peter Sicking

 

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