Der gebürtige Ostfriese Hinricus Bicker-Riepe (1925-1997) machte bis 1943 (Gesellenprüfung) eine Lehre als Dekorationsmaler in Wilhelmshaven. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er zunächst freischaffend in Riepe (1946 Mitbegründer der Künstlergruppe „Der Keil“) und zog dann 1948 erneut nach Wilhelmshaven (bis 1960). Hier war er von 1951 bis 1955 zunächst freier Mitarbeiter und von 1955 bis zu seiner Pensionierung 1980 fest angestellter Zeichner für archäologische Zeichnungen am Institut für Marschen- und Wurtenforschung in Wilhelmshaven.
Nach seiner Hochzeit zog er 1960 für acht Jahre ins nahegelegene Grafschaft. 1968 kehrte er nach Wilhelmshaven zurück und lebte dort bis 1984, dem Jahr seines Umzugs nach Westerende-Kirchloog (Gemeinde Ihlow).
Als Graphiker spezialisierte Bicker-Riepe sich auf den Holz- und Linolschnitt im expressionistischen Stil der Brücke-Künstler. Seine Themen fand er in biblischen wie regionalen Motiven; vielfach gestaltete er die heimische Landschaft mit den dort lebenden Menschen zu harmonisch ausgewogenen Bildwerken.
Bicker-Riepe gilt aufgrund seiner eigenständigen Arbeiten als einer der bedeutendsten Grafiker Ostfrieslands
Eröffnungsansprache: Rico Mecklenburg, Präsident der Ostfriesischen Landschaft.
Musikalische Intermezzi: Posaunenchor Jever. Leitung Klaus Wedel.
Die Ausstellung läuft bis zum 4. Oktober; Öffnungszeiten: Fr/Sa/So von 12.00 bis 16.00 Uhr
Eröffnung: Sonntag, 20. September 2026. Beginn: 11.00 Uhr
Thomaskirche Neuengroden
Grothstraße 8, 26386 Wilhelmshaven


