Rund ein halbes Jahr nach dem Zusammenschluss der Kirchengemeinden Altengroden, Fedderwardergroden, Neuengroden, Sengwarden und Voslapp standen dabei vor allem das gegenseitige Kennenlernen, die Begegnung und das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt.
Bereits zum 1. Januar dieses Jahres waren die fünf Gemeinden zur Nordgemeinde Wilhelmshaven fusioniert. Das Fest bot nun Gelegenheit, diesen Schritt gemeinsam zu würdigen und die neue Gemeinschaft sichtbar werden zu lassen.
Im festlichen Gottesdienst blickten die Pastorinnen und Pastoren auf die vergangenen Monate zurück und warfen zugleich einen Blick in die Zukunft. Pastorin Natascha Faull betonte zu Beginn des Gottesdienstes, dass die neue Gemeinde seit knapp sechs Monaten gemeinsam unterwegs sei. Die Fusion eröffne Chancen für Austausch, Begegnungen und neue Kontakte.
Auch Pastor Peter Sicking erinnerte an die Anfänge der Nordgemeinde. Besonders bewegend sei der Fusionsgottesdienst am 6. Januar gewesen. Die Übergabe der Kirchenbücher und Siegel der bisherigen Gemeinden habe deutlich gemacht, dass jede Gemeinde ihre eigene Geschichte, ihre Traditionen und ihre Identität in die neue Gemeinschaft einbringe. Gleichzeitig unterstrich er, dass der Zusammenschluss freiwillig erfolgt sei und sich der Name „Nordgemeinde“ inzwischen fest etabliert habe.
Die Nordgemeinde versteht die Fusion als Chance, Kirche gemeinsam weiterzuentwickeln. Ziel ist es, sich gegenseitig zu stärken, bestehende Strukturen zu hinterfragen und kirchliches Leben noch stärker an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Gemeinsam sollen geeignete Räume, Kommunikationswege und Organisationsformen gefunden werden, um die kirchliche Arbeit zukunftsfähig zu gestalten.
Thematisch drehte sich der Festgottesdienst als auch der parallel stattfindende Kindergottesdienst um die Arche-Noah-Geschichte mit dem Regenbogen als Symbol für Gottes Segen. Pastor Sicking deutete den Regenbogen, dessen Farben im Gemeindeleben für die die fünf Fusionsgemeinden stehen, als Symbol für die neu gelebte Gemeinschaft in der Nordgemeinde.
Pastor Sicking betonte, dass auch das Gelb nicht fehlen darf. Diese Farbe steht für die Kirchengemeinde Fedderwarden. Obwohl die Gemeinde nicht Teil der Fusion ist, bleibt sie ein wichtiger Partner in der Kooperation der Kirchen im Stadtnorden. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Die sechs Farben des Regenbogens und der sechs Kirchengemeinden kamen auch in den bunten Liederzetteln vor. Am Ende des Gottesdienstes wurde daraus von den Gottesdienstteilnehmenden ein besonderer Regenbogen auf den Altar gelegt, zusammen mit Segenswünschen für die Gemeinde.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von den beiden Singkreisen unter Leitung von Jugenddiakon Matthias Rensch und den Organisten Werner Lippold und Harald Paetz.
Buntes Gemeindefest nach dem Gottesdienst
Am Ende des Gottesdienstes stellte Pamela Kunze das Programm für das anschließende Gemeindefest vor, das von dem Ausschuss für Gemeindeleben tatkräftig vorbereitet wurde. Neben dem Gottesdienst bot das Fusionsfest zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung. Verschiedene Gruppen und Einrichtungen stellten ihre Arbeit vor, darunter das Gustav-Adolf-Werk durch Pastor Dietrich Schneider, die Seemannsmission, die Kulturkirche sowie der Ausschuss Gemeindeleben. Auf der Wiese rund um die Friedenskirche konnten Kinder gemeinsam mit dem Verbund „Wachsen und Werden“ spielen und kreativ werden. Im Gemeindesaal wurden Geschichten für Kinder erzählt.
Auch der Kirchenchor Altengroden unter der Leitung von Susanne Knoche-Pirsich bereicherte das Programm mit einem Auftritt.
Das Fusionsfest machte deutlich: Die Nordgemeinde Wilhelmshaven ist mehr als ein organisatorischer Zusammenschluss. Sie versteht sich als lebendige Gemeinschaft, die die Vielfalt ihrer Herkunftsgemeinden bewahrt und gleichzeitig neue Wege für die Zukunft kirchlichen Lebens eröffnet. Gemeinsam unterwegs zu sein, voneinander zu lernen und füreinander da zu sein – dieser Gedanke prägte den Tag und wird auch den weiteren Weg der Nordgemeinde begleiten.


























